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Grundlagen der Viererkette

 

Mittlerweile gehört die Viererkette zum Fussball, wie der Waldi zu seinem Weißbier. Die Zeiten der eisernen Manndeckung und des kreativen Libero sind vorbei. Da die Umstellung auf eine Viererkette, allerdings nicht ganz einfach ist, wenn man jahrelang andere Abläufe und Taktiken gewohnt war, möchten wir Euch hier eine Zusammenfassung und Einführung in die Grundlagen der Viererkette geben. Keine Angst! Wie bei allem, macht Übung den Meister. Wenn Ihr gerade dabei seid, die Viererkette zu erlernen, werden viele frustrierende Fehler passieren. Einfach dran bleiben, dann werden sich bald erste Erfolge einstellen. Es gibt viele schöne Trainingsübungen, die euch helfen die Umstellung zu meistern.

Wie spielt man eine Viererkette

Anfänglich ist es sicherlich erforderlich und ratsam die Grundlagen einer Viererkette theoretisch zu erklären. Die ersten Trainingseinheiten sollten daher eher an der Taktiktafel als auf den Trainingsplatz stattfinden. Wichtig ist es, dass dabei die ganze Mannschaft teilnimmt und nicht nur die 4 Spieler, die dann in der Viererkette spielen werden. Da die Umstellung auf einer Viererkette immer einhergeht, mit einer raumorientierten Deckung, wird diese Umstellung die ganze Mannschaft betreffen. Eine der ersten Lektionen in der Viererkette beinhaltet die Konzentration der Spieler. Dadurch, dass zukünftig im Raum Verteidigt wird, muss man sich immer um das gesamte Geschehen auf dem Platz kümmern und nicht nur um seinen direkten Gegenspieler. Dies ist meiner Meinung nach einer der grundlegenden Startschwierigkeiten bei der Umstellung, da es von allen Spielern verlangt bekannte Muster zu durchbrechen. Dennoch ist es wichtig nicht nur im Raum zu stehen und keine Zweikämpfe mehr zu bestreiten.

Ballorientiertes Verteidigen

Ziel der Verteidigung ist es sich immer ballorientiert zu verschieben und in Ballnähe eine Überzahlsituation zu schaffen. Grundsätzlich stehen die Spieler in der Viererkette immer in einem leichten Bogen, wobei die äußeren Spieler immer etwas höher stehen als die Innenverteidiger in der Mitte. Dies ist die Grundstellung der Viererkette. Es ist wichtig, dass sich die Außenverteidiger nie hinter den Innenverteidigern befinden. Grundsätzlich sollten sich die Wege der 4 Spieler in der Viererkette nie kreuzen. Die Gegenspieler werden also zwischen den Verteidigern übergeben. Dazu ist viel Kommunikation nötig. Wenn eine Mannschaft über eine Seite angreift, verschiebt sich die Kette auf diese Seite hin. Der Außenverteidiger, welcher dem ballführenden Gegenspieler am nächsten ist, schiebt aus der Kette raus. Die restlichen 3 Spieler der Viererkette verschieben sich ebenso auf diese Seite. Dies bedeutet, dass der eine Innenverteidiger die Absicherung für den ausgerückten Außenverteidiger gibt und dass der Außenverteidiger auf der anderen Seite in die Mitte einrückt. Dies hat zur Folge, dass die komplette Kette dann nicht auf einer Linie sondern eher in einem Bogen versetzt aufgestellt ist. Diese Bewegung gilt auch, wenn der Gegner durch die Mitte angreift. In der Regel schiebt einer der Innenverteidiger dann aus der Kette raus und die anderen 3 rücken versetzt in die Mitte ein, um eine Absicherung zu bilden. Man orientiert sich immer dorthin, wo der Ball sich aktuell befindet. Grundsätzlich gilt: Je näher ein Gegenspieler am Ball ist, desto enger wird er gedeckt. Befindet sich ein Spieler weit weg vom Ball, desto ungefährlicher ist er. Mann kann sich also erlauben diese Spieler in dieser Situation fast zu ignorieren, um dafür in Ballnähe hohen Druck erzeugen zu können.